Markgräfler Wiiwegli, 2. Etappe: Weil am Rhein-Ötlingen – Bad Bellingen
Das Wichtigste in Kürze
- Streckenweg von ca. 24,5 km zwischen Weil am Rhein-Ötlingen und Bad Bellingen, Teil des Fernwanderwegs Markgräfler Wiiwegli.
- Ca. 390 Höhenmeter im Anstieg, Schwierigkeit mittel bei überwiegend moderater Steigung.
- Route führt durch die Rebhänge des südlichen Markgräflerlands mit Blick auf Rheinebene und Schwarzwald.
- Start ist mit der Bahn ab Basel oder Freiburg erreichbar, Bad Bellingen per Regionalbus an die Rheintalbahn angebunden.
- Länge
- ca. 24,5 km
- Dauer
- ca. 6-7 Stunden
- Typ
- Streckenweg
- Höhenmeter
- ca. 390
- Anreise
- Weil am Rhein liegt an der Rheintalbahn (RE/RB Richtung Basel und Richtung Müllheim–Freiburg); von dort erschließt die Buslinie 12 den Ortsteil Ötlingen. Bad Bellingen ist über die Buslinie 15 ab Weil am Rhein sowie über den Bahnhof Müllheim (Baden) an der Rheintalbahn angebunden.
- Parken
- Parkmöglichkeiten am Bahnhof Weil am Rhein sowie im Kurort Bad Bellingen.
- Einkehr
- Straußwirtschaften in den Weinorten entlang der Strecke, Gastronomie im Kurort Bad Bellingen
- Beste Zeit
- April bis Oktober, milde Frühjahrsmonate und die Weinlese im September und Oktober gelten als besonders reizvoll
Die zweite Etappe des Markgräfler Wiiwegli führt durch den südlichsten Teil des badischen Weinbaugebiets, dort, wo das Markgräflerland an die Vorberge des Schwarzwalds und die Rheinebene bei Basel grenzt. Auf rund 24,5 Kilometern verbindet die Etappe den Weiler Ortsteil Ötlingen mit dem Kurort Bad Bellingen und zählt zu den längeren Tagesabschnitten des insgesamt gut 90 Kilometer langen Fernwanderwegs.
Der Weg beginnt im Ortsteil Ötlingen von Weil am Rhein, unweit der Schweizer Grenze, und führt von dort zunächst durch die sanften Rebhänge des südlichen Markgräflerlands. Charakteristisch für diesen Abschnitt sind die vergleichsweise offenen, wellenförmigen Weinberge, die sich deutlich von den steileren Steillagen anderer badischer Weinbaubereiche unterscheiden. Hier wächst überwiegend Gutedel, die traditionelle Rebsorte des Markgräflerlands, ergänzt durch Spätburgunder und Müller-Thurgau.
Der weitere Streckenverlauf führt durch mehrere kleine Weinorte, deren historische Ortskerne die Etappe immer wieder unterbrechen. In Blansingen liegt die Peterskirche mit Fresken aus dem 13. Jahrhundert unmittelbar am Weg, während in Rheinweiler ein Stationenweg mit mehreren steinernen Bildstöcken an den Rand der Route grenzt. Zwischen den Ortschaften öffnet sich der Blick immer wieder auf die Rheinebene und den markanten Isteiner Klotz, eine auffällige Felsformation, die sich mit einem kurzen Abstecher vom Hauptweg aus erreichen lässt.
Landschaftlich prägt diesen Abschnitt des Wiiwegli der Wechsel zwischen offenen Rebflächen, kleinen Wäldchen und den historischen Ortskernen der Weinorte. Die Wege bestehen überwiegend aus Kies- und Wirtschaftswegen, ergänzt durch kürzere naturbelassene und asphaltierte Abschnitte, was die Etappe insgesamt gut begehbar macht, auch wenn die Gesamtlänge und die kumulierten Höhenmeter über den Tag spürbar werden.
Gegen Ende der Etappe erreicht der Weg mit Bad Bellingen einen der bekannten Kurorte des Markgräflerlands, der für seine Thermalquelle bekannt ist. Der Übergang von den ländlich geprägten Weinorten zum touristisch ausgerichteten Kurort markiert einen deutlichen Wechsel im Charakter der Umgebung, mit gepflegten Grünanlagen und einem breiteren gastronomischen Angebot als in den kleineren Orten zuvor.
Einkehrmöglichkeiten bieten entlang der Strecke vor allem die Straußwirtschaften in den Weinorten, die saisonal unterschiedlich geöffnet haben, sowie am Etappenende die Gastronomie in Bad Bellingen selbst. Da die Etappe mit rund 24,5 Kilometern zu den längeren Tagesabschnitten des Wiiwegli zählt, lohnt sich eine gute Planung der Verpflegung unterwegs, insbesondere in den ländlicheren, dünner besiedelten Abschnitten zwischen den Ortschaften.
Das Markgräfler Wiiwegli ist als Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins durchgehend einheitlich markiert, sodass sich auch diese Etappe ohne aufwendige Vorabplanung gut begehen lässt. Wer die Strecke nicht an einem Stück bewältigen möchte, kann sie an mehreren Punkten unterbrechen, da die Weinorte entlang der Route über Regionalbuslinien angebunden sind und sich damit auch kürzere Teilabschnitte gut kombinieren lassen.
Landschaftlich profitiert die Etappe von ihrer Nähe zur Schweizer Grenze und zum Rheinknie bei Basel: An mehreren Aussichtspunkten reicht der Blick über die Rheinebene hinweg bis zu den ersten Ausläufern des Schweizer Jura. Diese Grenzlage hat historisch auch den Weinbau im südlichen Markgräflerland geprägt, wo der Gutedel schon seit Jahrhunderten angebaut wird und bis heute als die typische Rebsorte der Region gilt. Wer die Etappe im Frühjahr geht, erlebt zudem die charakteristische Streuobstblüte, die in den Übergangsbereichen zwischen Weinbergen und den Ausläufern des Schwarzwalds verbreitet ist und der Landschaft zu dieser Jahreszeit ein zusätzliches Farbbild verleiht.
Wer die Etappe mit einer Weinprobe in einem der Orte entlang der Strecke verbindet, sollte den Genuss maßvoll dosieren und für den weiteren Weg ausreichend Wasser mitführen, gerade an warmen Tagen ohne viel Schatten in den offenen Rebflächen. Für die Rückfahrt zum Ausgangspunkt bietet sich der öffentliche Nahverkehr an: Von Bad Bellingen führt die Buslinie 15 zurück nach Weil am Rhein, alternativ besteht über den Bahnhof Müllheim Anschluss an die Rheintalbahn Richtung Basel oder Freiburg.
Für die Planung empfiehlt sich, die Etappe nicht zu unterschätzen: Auch wenn die einzelnen Anstiege moderat ausfallen, summieren sie sich über die Distanz zu einer Tageswanderung, die bei entsprechendem Tempo mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Ein früher Start erleichtert es, die Etappe ohne Zeitdruck zu gehen und trotzdem ausreichend Zeit für Rasten und kurze Abstecher wie zum Isteiner Klotz einzuplanen.
Offizielle Routenbeschreibung & GPX
Ausführlicher Streckenverlauf und GPX-Daten sind bei der offiziellen Quelle verfügbar — dieses Portal hostet keine eigenen GPX-Dateien.
Schwarzwald Tourismus – Markgräfler Wiiwegli, 2. EtappeWeitere Wege in der Region
Häufige Fragen
Wie lang ist die 2. Etappe des Markgräfler Wiiwegli?
Die Etappe ist ca. 24,5 km lang und führt von Weil am Rhein-Ötlingen nach Bad Bellingen. Bei ca. 390 Höhenmetern im Anstieg dauert die Wanderung etwa 6 bis 7 Stunden.
Was ist das Markgräfler Wiiwegli?
Das Markgräfler Wiiwegli ist ein Fernwanderweg von rund 90 km Länge durch die Weinberge des Markgräflerlands zwischen Weil am Rhein und Freiburg, der offiziell in mehrere Tagesetappen unterteilt ist.
Welche Sehenswürdigkeiten liegen an der 2. Etappe?
Zu den Highlights zählen die Peterskirche in Blansingen mit historischen Fresken, der Stationenweg in Rheinweiler sowie die Aussicht auf den markanten Isteiner Klotz.
Wie komme ich ohne Auto zur 2. Etappe des Wiiwegli?
Weil am Rhein ist über die Rheintalbahn aus Basel oder Freiburg erreichbar, der Ortsteil Ötlingen über die Buslinie 12. Von Bad Bellingen führt die Buslinie 15 zurück nach Weil am Rhein, alternativ besteht Anschluss über den Bahnhof Müllheim.
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