Sächsischer Weinwanderweg – Etappe 3 (Wilder Mann–Zitzschewig)
Das Wichtigste in Kürze
- Die Etappe verläuft ca. 14,3 Kilometer von der Dresdner Haltestelle Wilder Mann nach Radebeul-Zitzschewig.
- Mit ca. 380 Höhenmetern und rund 5-6 Stunden Gehzeit zählt sie zu den anspruchsvolleren Abschnitten des Sächsischen Weinwanderwegs.
- Highlights sind die Spitzhaustreppe, das Weinbaumuseum Hoflößnitz und Schloss Wackerbarth.
- Start und Ziel sind beide gut mit Straßenbahn beziehungsweise S-Bahn erreichbar.
- Länge
- ca. 14,3 km
- Dauer
- ca. 5-6 Stunden
- Typ
- Streckenweg
- Höhenmeter
- ca. 380
- Anreise
- Straßenbahnlinie 3 oder Buslinien 80, 477 und 458 bis zur Haltestelle Wilder Mann in Dresden; die Rückfahrt ab Radebeul-Zitzschewig ist mit der Straßenbahnlinie 4 oder von dort etwa einen Kilometer weiter mit der S-Bahn S1 möglich.
- Parken
- Begrenzte Parkmöglichkeiten in den Wohnstraßen rund um die Haltestelle Wilder Mann; wegen der Streckenführung als Streckenweg ist die Anreise mit Bus, Bahn oder Straßenbahn praktischer als mit dem Auto.
- Einkehr
- Besenwirtschaften entlang der Strecke (meist an Wochenenden und zur Weinlese geöffnet), Vinothek und Gastronomie auf Schloss Wackerbarth, Gasthäuser und Weinstuben in Radebeul-Oberlößnitz
- Beste Zeit
- Mai bis Oktober, mit der Weinlese als besonderem Höhepunkt im September und Oktober
Die dritte Etappe des Sächsischen Weinwanderwegs führt von der Dresdner Haltestelle Wilder Mann durch die Weinberge der Lößnitz nach Radebeul-Zitzschewig und gilt als einer der landschaftlich dichtesten Abschnitte der gesamten Route. Auf rund 14,3 Kilometern wechseln sich steile Terrassenlagen, historische Weinbergsarchitektur und immer wieder freie Blicke über das Elbtal ab. Wer die gesamte Etappe geht, sollte mit den ca. 380 Höhenmetern eine Gehzeit von etwa fünf bis sechs Stunden einplanen – für einen Streckenweg dieser Länge eine überdurchschnittliche Anstrengung, die aber durch die Dichte an Sehenswürdigkeiten unterwegs aufgewogen wird.
Der Weg beginnt in einem noch recht städtisch geprägten Abschnitt Dresdens und wechselt schon nach kurzer Zeit in offenes Weinberggelände. Von hier aus steigt die Route in mehreren Kehren durch terrassierte Steillagen an, die von Trockenmauern gestützt werden. Diese Mauern, teils mehrere hundert Jahre alt, sind charakteristisch für die gesamte Lößnitz und bieten Lebensraum für wärmeliebende Tierarten, die in dieser Dichte nur selten in deutschen Weinregionen vorkommen. Der Blick reicht von den oberen Wegabschnitten regelmäßig über die Elbe bis zu den gegenüberliegenden Hängen.
Ein zentrales Element der Etappe ist die Spitzhaustreppe, die mit ihren zahlreichen Stufen die untere Weinbergszone mit dem oberhalb gelegenen Spitzhaus verbindet und als längste zusammenhängende Treppenanlage Sachsens gilt. Der Aufstieg ist konditionell spürbar, wird aber durch den Ausblick über die Weinberge und das Elbtal belohnt. Kurz darauf führt die Route am Weingut Hoflößnitz vorbei, einer der ältesten erhaltenen Weinbergsanlagen der Region, die heute ein Weinbaumuseum beherbergt und Einblicke in die lange Geschichte des sächsischen Weinbaus gibt.
Im weiteren Verlauf passiert der Weg die Ruine Friedensburg, von der aus sich ein weiterer Panoramablick über die Weinlagen und das Tal eröffnet, bevor die Route in Richtung Schloss Wackerbarth abfällt. Das Schloss, das sich selbst als Europas erstes Erlebnisweingut bezeichnet, bietet Führungen durch Weinberg und Kellerei sowie eine Vinothek mit Verkostungsmöglichkeiten und ist damit ein naheliegender Zwischenstopp auf der Etappe. Von dort führt der Weg durch die Oberlößnitz weiter zum Etappenziel in Radebeul-Zitzschewig.
Landschaftlich ist die Etappe von einem ständigen Wechsel zwischen offenen, sonnenexponierten Steillagen und schattigeren, dichter bebauten Abschnitten geprägt. Die historischen Winzerhäuser und kleinen Schlossanlagen entlang der Strecke erinnern daran, dass der Weinbau in der Lößnitz über Jahrhunderte auch von wohlhabenden Dresdner Bürgern als Sommersitz und Repräsentationsort genutzt wurde. Diese Mischung aus produktivem Weinbau und historischer Bäderarchitektur unterscheidet die Lößnitz von vielen anderen deutschen Weinlandschaften.
Entlang der Strecke laden mehrere Besenwirtschaften zur Rast ein, wobei diese meist nur an Wochenenden und bevorzugt im Frühjahr sowie zur herbstlichen Weinlese geöffnet haben. Wer die Etappe an einem Wochentag außerhalb der Saison plant, sollte sich vorab über aktuell geöffnete Einkehrmöglichkeiten informieren, da das Angebot je nach Jahreszeit stark schwankt. Schloss Wackerbarth bildet hier eine verlässliche Ausnahme mit ganzjährig geöffneter Gastronomie.
Da die Etappe mit knapp 380 Höhenmetern und mehreren steilen Treppenabschnitten anspruchsvoller ist als viele andere Weinwanderwege, lohnt sich ausreichend Trinkwasser im Gepäck, gerade an warmen Sommertagen ohne nennenswerten Schatten in den offenen Steillagen. Wer unterwegs eine der Straußwirtschaften oder Vinotheken besucht, sollte den Ausklang der Wanderung entsprechend einplanen: Für die Rückfahrt bietet sich die Straßenbahn oder die S-Bahn S1 ab Radebeul-Zitzschewig an, statt selbst mit dem Auto zurückzufahren.
Wer die Etappe an einem einzigen Tag als zu lang empfindet, kann sie an mehreren Punkten unterbrechen, da entlang der Strecke immer wieder Straßenbahn- und Bushaltestellen liegen. Das erlaubt es, den anspruchsvollen Anstieg über die Spitzhaustreppe getrennt von den ruhigeren Abschnitten durch die Oberlößnitz zu erleben, ohne die gesamte Etappe an einem Stück bewältigen zu müssen. Gerade bei sommerlicher Hitze oder mit weniger geübten Mitwanderern ist diese Flexibilität ein praktischer Vorteil dieser gut angebundenen Route.
Die Nähe zu Dresden macht die Etappe zudem zu einem naheliegenden Ausflugsziel für einen halben oder ganzen Tag ohne größeren Reiseaufwand. Wer bereits am Vormittag startet, kann die Wanderung bequem mit einem Besuch der Dresdner Altstadt kombinieren, bevor es mit der Straßenbahn zum Ausgangspunkt an der Haltestelle Wilder Mann geht. So lässt sich ein Städteaufenthalt unkompliziert um einen Tag in den Weinbergen der Lößnitz erweitern.
Offizielle Routenbeschreibung & GPX
Ausführlicher Streckenverlauf und GPX-Daten sind bei der offiziellen Quelle verfügbar — dieses Portal hostet keine eigenen GPX-Dateien.
Sachsen-Tourismus – Sächsischer Weinwanderweg, Etappe 3Weitere Wege in der Region
Häufige Fragen
Wie lang ist Etappe 3 des Sächsischen Weinwanderwegs?
Die Etappe ist ca. 14,3 Kilometer lang und führt von der Dresdner Haltestelle Wilder Mann nach Radebeul-Zitzschewig. Mit ca. 380 Höhenmetern sollten Wanderer eine Gehzeit von etwa 5 bis 6 Stunden einplanen.
Ist die Etappe für Anfänger geeignet?
Die Strecke verläuft überwiegend auf befestigten Wegen, enthält mit der Spitzhaustreppe und mehreren Steillagen aber auch anstrengendere Abschnitte. Eine gewisse Grundkondition und festes Schuhwerk sind sinnvoll.
Wie kommt man zum Startpunkt an der Haltestelle Wilder Mann?
Der Startpunkt ist mit der Straßenbahnlinie 3 sowie mit den Buslinien 80, 477 und 458 aus der Dresdner Innenstadt in wenigen Minuten erreichbar.
Was sind die Höhepunkte entlang der Strecke?
Zu den bekanntesten Punkten zählen die Spitzhaustreppe als längste Treppenanlage Sachsens, das historische Weingut Hoflößnitz mit Weinbaumuseum sowie Schloss Wackerbarth, das als Europas erstes Erlebnisweingut Führungen und Verkostungen anbietet.
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